Speak Low

EN
LUCIA CADOTSCH voice
OTIS SANDSJÖ tenorsaxophone
PETTER ELDH double bass

„The group is one of the most in-demand in Europe at present. With good reason.“           Oliver Weindling, The Vortex London

IT WAS A DIFFERENT WORLD BACK THEN.
THERE WAS A TIME
BEFORE YOU COULD AMPLIFY SOUND WITH ELECTRICITY,
BEFORE YOU COULD ACCUMULATE SOUND IN PLASTIC
AND BRING IT FROM ONE CORNER OF TELLUS TO ANOTHER.
THIS IS THE REMIX. KEEPING IT SIMPLE AND RAW.
THREE VOICES STUBBORNLY CREATING THE CORE OF ALL MUSIC; RHYTHM!
CANDLES STILL FLICKER, THE FREQUENCIES OF YESTERDAY STILL RESONATE.
THIS IS ACOUSTIC RETRO-FUTURISM.

Die für den ECHO Jazz 2017 ausgezeichnete Sängerin Lucia Cadotsch hat sich mit dem Album SPEAK LOW einen langjähringen Wunsch erfüllt: Gemeinsam mit den Meistern des Retrofuturismus Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenorsaxophon singt sie eine berückend schöne Sammlung von modern Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. In Versionen, die unverkennbar den Stempel Berlin 2017 tragen. In drei Tagen mit drei Instrumenten direkt auf Band gespielt. Live, minimalistisch, symphonisch! Raw like Ceviche! Analog ist das neue Berghain!

„We’re putting all our ideas into one rocket, we fire that off, it explodes and spreads out all over the fucking place but some of the stuff is gonna land right where we ŕ e standing and what is left, is what we use.“ So formuliert Petter Eldh die Magie von Speak Low. Man könnte aber auch sagen: Das besondere an diesem Trio ist, es gibt weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument. Aber wer denkt, sie seien somit in ihrem Ausdruck limitiert, irrt. Die Drei haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigenste, aufwühlende, sehr heutige Art zu interpretieren. Hier hörst du das Saxophon und denkst an einen Vintage-Synth, dort klingen die Saiten und das Holz des Basses wie die Kick und die Claps einer 808. Aber: No effects, it`s a Band und zwar eine, die mit allem spielen kann und es tut. Darin und darüber singt Lucia Cadotsch frei, direkt und stolz, wie ein Instrument und wie eine Erzählerin. Was sie singt, klingt immer echt, weil der Song und ihr Herz es ihr genau so flüstern.

Das Album „Speak Low“ bedeutet für Lucia Cadotsch den internationalen Durchbruch im Jahr 2016. Die Reaktionen der Presse sind euphorisch: maximale Punktzahl im englischen Guardian, maximale Punktzahl im renommierten Downbeat Magazine (US) und 2017 der ECHO Jazz als Sängerin des Jahres. Die Kritiken überschlagen sich, die ZEIT attestiert ihr die „Wiederbelebung des Jazz-Gesangs“, der Guardian lobt eine Stimme mit der „Klarheit einer klassischen Sängerin und der Einfachheit einer Folk-Sängerin“. Es folgen Festivalauftritte beim Jazzfest Berlin, Vortex London, Moods Zürich und vielen anderen. 2018 wird das Trio
beim New Yorker Winterjazz Festival auftreten.

Wenn Lucia Cadotsch erzählt, fällt ein Wort besonders häufig: Suchen. Lange Jahre hat sie nach den richtigen Musikern, und noch länger nach dem richtigen Sound gespürt. “Nina Simone und Billie Holiday, ihre Art Songs zu interpretieren und zeitlos zu halten, haben mich dazu gebracht, diese Platte zu machen”, sagt Lucia. Dass ihre Wahl auf den Kontrabassisten Petter Eldh und den Tenorsaxophonisten Otis Sandsjö fiel, war ein grosser Glücksfall. Mit Petter Eldh hatte sie bereits bei Schneeweiss+Rosenrot zusammengespielt.
Der schwedische Bassist und sein Landsmann Otis sind beide keine Unbekannten im Jazz-Game. Petter spielt etwa beim Django Bates Trio, AMOK AMOR und unzähligen anderen Formationen, veröffentlicht wie ein Wilder, inzwischen auch auf seinem eigenen Label (Galatea Records) und spielt jährlich über 150 Konzerte auf internationalen Bühnen. Otis, Mitglied der Bands Farvel und Gothenburg Gadjos ist dabei sich durch sein aussergewöhnliches Spiel einen großen Namen in der Szene zu machen. Zusammen auf der Bühne sind jene drei eine Macht, die die Geschicke jedes Abends lenken kann. Die Songs, die sie spielen bilden das Herz ihrer Performance aber darin und dazwischen ist alles möglich.

Francesco Wilking

Album Linernotes von Francesco Wilking (Deutsch).pdf

UPCOMING CONCERTS

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ALBUM RELEASE

27.04.2017 Speak Low Renditions (enja/yellowbird records)

26.02.2016 Lucia Cadotsch Speak Low (enja/yellowbird records)

Press Comments

„Edgy, compelling refits of famous songs –
Remember the name Lucia Cadotsch – you’re going to be hearing a lot of it. Cadotsch is a young, Zurich-born vocalist who possesses a classical clarity, a folk singer’s simplicity, and an appetite for performing very famous songs (Moon River, Don’t Explain, Strange Fruit) in the company of two edgy free-jazz instrumentalists, who flank her sedate progress with split-note sax sounds and spiky basslines and percussive strumming. That might sound like a merciless deconstruction of fine songs, but in this compelling trio’s hands the process is remarkably melodious and illuminating. It’s all eerily beautiful.“

THE GUARDIAN

„Hinter dieser Musik steht nicht nur ein Sound, den man so noch nicht gehört hat, sondern eine musikalische Haltung, vor deren Klarheit und Kompromisslosigkeit man sich spontan verbeugen möchte. Ich habe lange nichts derart Beeindruckendes mehr gehört.“
Volker Doberstein, JAZZPODIUM, 3/16

«Hier singen die Liebe und der Schmerz, sie klingen wahr und man glaubt ihnen, dass sie sich behaupten können im Gerumpel unserer Zeit.»
Francesco Wilking

„Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der in Berlin lebenden Schweizer Sängerin Lucia Cadotsch, die sich bewusst von einer nivellierenden Evergreen-Routine lösen und den Songs in ihren ganz speziellen Eigenheiten – vor allem auch in der Umsetzung der Texte – gestalterisch gerecht werden will.“
FAZ, Ulrich Olshausen, 12.01.2017 über das Jazzfestival Münster

„Grosses Wagnis. Echtes Erstaunen stellt sich beim Musikgenuss selten genug ein. Umso nachhaltiger beeindruckt das Berliner Trio von Lucia Cadotsch mit dem Debütalbum „Speak Low“: hier erklingt schlicht ein musikalisches Wunder, das bei jedem Hören erneut beglückt und fassungslos macht. – Ein seltener Glücksfall.“
Franziska Buhre, TIP Berlin, 7.4.2016

„Kollossal.“       Jazzthing, Februar 2016

„Swiss vocalist Lucia Cadotsch serves subtle sentiment at The Vortex. The band led by the young Swiss vocalist Lucia Cadotsch, featuring double-bassist Petter Eldh and tenor saxophonist Otis Sandsjo, gives an object lesson in focus and forensic detail in its arrangements, playing on the delicious paradox that the art of improvisation, so generative of freedom, can actually be at its most liberating when it is placed under careful, constructive constraints.“
JAZZWISE, Kevin Le Gendre, 11.11.2016

„Mit diesem kernigen Klangkörper gelang es, Krusten von Tradition und Klischee aufzubrechen – und die Evergreens grünten wieder.“
NZZ, 30.5.2016, Ueli Bernays

„Am Jazzfestival Schaffhausen setzte das Trio der Zürcher Sängerin Lucia Cadotsch alte Standards auf begeisternd zeitgemässe Art um:
Sie ist alles, nur keine Glamjazzerin. Sie sucht vielmehr das Karge. Wischt von den Stücken, die sie singt gleichsam den Lippenstift ab. Frisch und ungewohnt, singt Lucia Cadotsch in einem radikalen instrumentalen Setting: Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenorsaxophon bilden mit ihr zusammen ein Trio, das ohne Harmonieinstrument funktioniert. Asketisch erscheint die Musik. Wir wähnen uns fast in einem Theaterstück von Samuel Beckett, vielleicht in dessen „Warten auf Godot“ mit einer Szenerie nur aus Landstrasse und einem einzigen Baum. (…) Das Grandiose an der Kunst dieses Trios ist so nicht zuletzt, dass hier eine alte Songkultur völlig unverkrampft auf Avantgarde trifft. Beide Seiten gewinnen: Die alten Songs werden nicht denunziert, aber aus aller Verzopftheit herauskatapultiert in ein Jetzt.“
Tages Anzeiger (SCHWEIZ), 30.5.2016, Christoph Merki

„It is hard for me to imagine another contemporary vocalist with the ability to sing these tunes with such grace and controlled emotion.“
Hayden Chisholm, 2. November 2015

“In its best and most positive sense, Lucia can sing the shit out of any melody. Hearing her sing and playing behind and with her make you catch your breath and re-discover a song which you’ve played so many times before. Sophisticated Lady, indeed.”
Uli Kempendorff, ICE, January 1st, 2016

„Darf man als privilegierte weisse Europäerin einen Song singen, der eine Anklage gegen die rassistische Lynchjustiz in den USA ist? Wenn man hört, wie Lucia Cadotsch «Strange Fruit» interpretiert, kann die Antwort nur Ja lauten.“
Tom Gsteiger, DER BUND (CH), 17.03.2016

„Ihre Auftritte sind beeindruckend,… sobald sie zu singen beginnt, breiten sich Energien aus, die Räume öffnen. Etwas Unfassbares schwingt mit in der warmen Alt-Stimme der 31-jährigen Zürcherin, die seit Jahren in Berlin lebt.(…)“
Frank von Niederhäusern, Kulturtipp

„Dem All American Songbook neue Seiten abtrotzen wollen viele – gelingen tut dies indessen nur wenigen, suchen doch die meisten Sänger durch Interpretation der Standards ihre persönliche Stimme. Welch Glück, wenn man wie Lucia Cadotsch bereits zur eigenen musikalischen Sprache gefunden hat, bevor man sich an der Interpretation versucht!“
Victoriah, Szirmai, JAZZTHETIK

„Speak Low, Strange Fruit, Ain’t got no, i got life, Don’t Explain, Gloomy Sunday, Slow Hot Wind und Moon River, hier wird nichts ausgelassen (…) und trotzdem klingen alle Songs, als hörte man sie zum ersten Mal.“
bak, CONCERTO 1/2016

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